Kinderschule Bremen

Altersgemischter und angebotsorientierter Unterricht

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Die Kinderschule Bremen arbeitet mit altersgemischten Stammgruppen und seit Sommer 2009 mit einer Schuleingangsgruppe von 5-6 -jährigen Kindern. In den anderen Stammgruppen haben wir zwei Altersstufen:
die 6-8 und die 8-11 jährigen Kinder. Hier werden Erfahrungen gemacht wie im “normalem” Leben. Menschen mit unterschiedlichen Entwicklungsständen leben und lernen miteinander. Die Position des älteren Kindes, mit der ein höheres Maß an Verantwortung verbunden ist, wird auch von zurückhaltenderen Kindern erfahren, während eher dominante Kinder auch die Erfahrungen des jüngsten, weniger wissenden und könnenden machen.

Bedeutsam ist der Wechsel in die obere Altersstufe; Rollenfixierungen werden durchbrochen, soziale Hierarchien neu “verteilt”.
Inhaltlich arbeiten die Kinder auf unterschiedlichen Lernniveaus, die individuellen Lerngeschwindigkeiten sind prägendes Element der Arbeit in den altersgemischten Stammgruppen.

Die Integration des Vorschulbereiches in die untere Altersstufe wird durch eine Zusammenarbeit innerhalb dieser Gruppen gefördert. Die Kinder lernen die Arbeitsweisen und Bezugspersonen der Kinderschule kennen und können ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechend gefördert werden.

p3080155Das Spiel als zentrale Lern- und Ausdrucksform hat ebenso Raum wie die ersten Schritte in der Zahlen- und Buchstabenwelt. Die Eingangsstufe ermöglicht eine gezielte Förderung und Erarbeitung wesentlicher Grundlagen für den Schriftsprachenerwerb. Die Arbeit mit Montessori-Materialien bietet Lernerfahrungen auf den unterschiedlichsten Ebenen der Sinnes-Wahrnehmungen und führt die Kinder an das eigenständige Arbeiten in altersgemischten Gruppen heran.

Während der Angebotszeit finden sich Kinder aller Stammgruppen und Altersstufen gemeinsam in den Angeboten zusammen. Differenzierungen ergeben sich aus der Struktur der jeweiligen Angebote (siehe Stundenplan unter Tagesablauf)

Angebotsorientierter Unterricht heißt in der Kinderschule: Die Kinder wählen aus den unterschiedlichen Angeboten in der Zeit zwischen 11.00 Uhr und 12.30 Uhr ein Angebot nach Neigung aus. Sie dürfen zwei Wochen nach den Ferien in unterschiedliche Angebote hinein schnuppern, danach haben sie einen festen “Stundenplan”, der jeweils bis zu den nächsten Ferien gilt. Die diversen Regeln aufzuführen, an denen entlang sich die Kinder ihren Stundenplan erstellen, würde an dieser Stelle zu weit führen.
Die Grundlage dieses Konzeptes ist die Orientierung des Lernens an den Bedürfnissen und besonderen Fähigkeiten der Kinder. Kognitives Wissen ist nicht vorrangig, auch andere Qualitäten der Persönlichkeit eines Kindes sind in der Kinderschule von Bedeutung. Nebenbei: Schwächen in weniger geliebten Bereichen sind wesentlich angenehmer zu bearbeiten, wenn die Stärken in anderen Lernfeldern (Fachwissen, motorische Geschicklichkeit, soziale Kompetenz) eine gleichwertige Würdigung erfahren.

Die Kinderschule in Bremen – Auf der Hohwisch 61-63 – 28207 Bremen