Geschlechtsspezifische Pädagogik
Traditionell wurde in der Kinderschule an einem Tag in der Woche, an dem sogenannten Mädchen- und Jungentag, in geschlechtshomogenen Gruppen gearbeitet.
Dies trug dem Wunsch der Mädchen nach nicht von Jungen dominierten Lern- und Erfahrungsräumen Rechnung und eröffnete den männlichen Teamern ein Erfahrungsfeld in der Arbeit mit jungen-bezogener Pädagogik. Im Zusammenhang mit einer geschlechtergerechten Pädagogik in den anderen Angeboten (in denen die Zuordnung nicht stereotyp nach Geschlechterrollen festgelegt ist), haben wir immer ein großes Augenmerk darauf gelegt, geschlechtsspezifische Rollenfestlegungen der Kinder “aufzubrechen” und ihnen eine größeres Handlungsspektrum zu ermöglichen.
Bereits in der Grundschule werden Orientierungen für mögliche spätere Berufswahlen vorgegeben und wir wollen den Kindern eine möglichst breite Erfahrung ihrer Talente und Neigungen zugänglich machen.
Da die Kinderschule sich in den letzten Jahren vergrößert hat, war die Struktur des wöchentlichen Mädchen-/Jungentages nicht mehr haltbar. Die Anzahl der Kinder machte es zunehmend schwieriger, inhaltliche Projekte für die Gesamtgruppe über alle Altersstufen zu organisieren.
Deshalb haben wir 2008 den “Mädchen-/Jungentag” als Projektwoche durchgeführt.
Neben dieser vorläufig geltenden Form der klaren geschlechtshomogenen Arbeit, arbeiten wir weiterhin in den Stammgruppen und den Angeboten an einem Konzept einer geschlechtergerechten Pädagogik.
