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Rückmeldungen von Rahel Tschopp und Florence Bernhard zum Schulbesuch aus der Schweiz

Danke für euren Besuch, euren wertschätzenden und gekonnten Blick und die schönen Gespräche! Beeindruckend, wie ihr mit euren fundierten Fragen an Kinder, Team und Eltern, in so kurzer Zeit unsere DNA erfasst habt! Wir freuen uns auf einen nächsten Besuch mit Schulleitungsgruppen aus der Schweiz!

„Ich wurde am Vorstellungsgespräch gefragt, was meine Leidenschaft sei. Bei dieser Frage war mir sofort klar: Das ist meine Stelle.“

Das erzählt uns eine Mitarbeiterin beim gemeinsamen Mittagessen.

Florence Bernhard und ich sind in Bremen – in der Kinderschule. 100 Kinder der 1. – 4. Klasse lernen hier in dieser Schule.

Es ist eine Schule, die sehr nah beim Kind ist. Der Tag beginnt mit der Herzzeit: Die Kinder suchen sich (in altersgemischten Gruppen) ihre Lernaufgaben selbst aus.

Die Kinder dürfen in ihrem Tempo arbeiten, dürfen ihren Interessen nachgehen. Die Vielfalt ist gross, und das ist hier normal. Die Mitarbeitenden arbeiten eng zusammen. Schule und Hort – das ist hier nicht auseinanderzuhalten. Demokratisches Handeln ist hier die Basis, Leon Pelikan.

Die Erwachsenen dürfen immer wieder verschiedene Lernangebote machen: Die Kinder wählen: Wollen sie in der Band dabeisein? Oder draussen beim Gehen philosophieren? Lieber im Garten arbeiten oder Stop-Motion-Filme erstellen?

Die Elternarbeit ist enorm wichtig: Morgens dürfen die Eltern ihre Kinder in die Räume begleiten. So entstehen wichtige Kontaktmöglichkeiten. Auch beim Mittagessen sind Eltern involviert – zwei Mal pro Jahr hilft jede Familie beim Kochen. Zwei Küchenhilfen unterstützen dabei.

Immer wieder geht es darum, dass alle Involvierten Verantwortung übernehmen dürfen. Ich frage die älteren Kinder, was ihnen Eindruck machte in ihrem ersten Schuljahr. Ein Kind sagt: „Es fühlte sich so gut an, durfte ich so schnell alleine zur Schule gehen. Und wir dürfen so viel selbst entscheiden.“

Selbstwirksamkeit, Autonomie und soziale Eingebundenheit – die Grundlagen für die intrinsische Motivation. Diese Elemente sind hier stark in der DNA verankert.

Danke, liebe Philine Schubert und Team, für diesen tiefen Einblick, den ihr uns gegeben habt und euer riesiges Engagement. Wow, liebe Stadt Bremen, Mark Rackles, herzliche Gratulation. Ich hoffe, dass ihr Vorbild für viele Schulen seid.

Wer übrigens mitwirken will: An der Kischu ist eine spannende Leitungsstelle ausgeschrieben… Infos dazu: https://lnkd.in/d9PQb6PC

#InklusiveBildung kann sich in vielen kleinen Momenten zeigen. Gestern habe ich einen solchen Ort gesehen🤩.

Rahel Tschopp und ich waren an der Kinderschule in Bremen🎒.

Rahel hat bereits davon berichtet:
https://lnkd.in/ez-H8qRp

Schon im ersten Gespräch mit der Schulleiterin Philine Schubert geht es um ihr Verständnis von Schule: Keine Spezialisierung, keine Einteilung der Kinder in z.B. die Art der Beeinträchtigung, einfach eine Schule für alle.
Und dann ihr Satz: „Wir nehmen einfach Kinder auf.“

Am Morgen sitze ich im Kreis. Zwanzig Kinder, ein enger Raum. Es ist Herzzeit🥰, die Kinder dürfen selber wählen, woran sie arbeiten möchten. Einige steigen direkt ein, andere lassen sich Zeit. Später ein Gong, die Kinder räumen auf, holen ihren Znüni, setzen sich wieder in den Kreis. Die Abläufe sind klar, diese werden von allen gelebt und getragen.

Was mich besonders beschäftigt:
wie viel Orientierung in diesen Strukturen liegt und wie selbstverständlich im Team gearbeitet wird.
Ich habe gemerkt, dass ich immer weniger auf einzelne Elemente geschaut habe, sondern viel mehr auf das Zusammenspiel aller.

Mehr Beobachtungen zu unserem Besuch habe ich in meinem Blog festgehalten:
https://lnkd.in/eVNe6dci

Der Rucksack🎒ist auf jeden Fall wieder ein Stück voller geworden😀.

Danke Rahel Tschopp und Philine Schubert und Team Kinderschule, für den spannenden und inspirierenden Tag!

#WirZeigenSchule
#InklusiveBildung
#EineSchuleFürAlle