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Kinderkonferenz

Einmal im Monat findet an der Kischu jetzt die Kinderkonferenz statt. Die Themen werden von den Kids bestimmt. Die Aufgaben der Moderation, der Protokollführung und der Ruhewächter:innen werden ebenfalls von den Kids übernommen. Die Teilnahme ist freiwilig. An der ersten Kinderkonferenz haben über 50 Kids teilgenommen und mit beeindruckender Ernsthaftigkeit und Konzentration Themen aufgenommen und so diskutiert, dass alle mit den Ergebnissen leben können oder eben deutlich wurde, dass für ein Ergebnis noch Infos oder Prozesse fehlen. Themen waren : Möglichkeit für Parkour Fußballplatz- Spielbedürfnisse und Konflikte Kritik am neuen Spielgerät Wunsch nach Roboter/ Programmierprojekt Umgang mit Beleidigungen Das Protokoll mit Vorschlägen und Beschlüssen hängt an der Tür vom Essraum. Vorschläge fürs weitere Vorgehen: Wer entscheidet was bei der KIKO? Immer die Kids, die teilnehmen? Wollt ihr die Themen schon vorher sammeln, damit jede:r entscheiden kann, ob das ein wichtiges Thema für mich ist? Werden die Beschlüsse aus der KiKo erst wieder in die Gruppen getragen und dann mehrheitlich entschieden? Wird überhaupt mehrheitlich entschieden oder ein Thema so besprochen, dass alle damit leben können? Die …

Wolfgang Jantzen ist gestorben

Wolfgang hat uns -Petra, Tanja, Jan und mich- sicher grundlegend in unserer Haltung geprägt. Er hat uns gefordert, er war ein streibarer, solidarischer, politischer, geschichtsbewusster, herzlicher, bewegter Denker und Akteur der allgemeinen materialistischen Behindertenpädagogik ! Ohne ihn hätten wir so wunderbare Ansätze wie die von Basaglia, der kulturhistorischen Schule und den romantischen Wissenschaften vermutlich nicht gekannt. Wolfgang war einer der wesentlichen Wegbereiter der integrativen Schulen, der rehistorisierenden Diagnostik (die das „Gewordensein“ eines Menschen -auch durch isolierende Bedingungen-in den Mittelpunkt stellt) und hat mit der solidarischen psychosozialen Hilfe die Schließung von Großeinrichtungen für behinderte und psychisch erkrankte Menschen in Bremen, Lilienthal und Cluvenhagen erwirkt. Wolfgang hat die Gründungsinitiative der Jugendschule unterstützt. Wir sind traurig! „Die Freiheit ist eine Tat!“ , ist der Titel seiner biografischen Reflexion und sie endet mit folgendem Abschnitt »Nur mit brennender Geduld werden wir die strahlende Stadt erobern, die uns allen Licht, Gerechtigkeit und Würde gibt.« (Neruda 1975, 203)Beziehen wir jene brennende Geduld mit Walter Benjamin auf die »Jetztzeit« und nicht auf eine ferne Zukunft, und wissen wir, dass es dabei eine Verbindung …